Monats-Archiv für Dezember 2009

Jahresende

Nun haben wir es bald geschafft. Schluss mit 2009, her mit 2010. Morgen werden wir das Jahr mit viel Lärm verabschieden. Nicht mit Böllern, nein mit Trommeln. Das ist umweltschonend und bei weitem nicht so kostenintensiv.

Kongas

Ich muss gestehen, dass ich lange nicht so freudig, erwartungsvoll in ein neues Jahr gegangen bin. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es toll wird. Verrückt, rasant, fordernd und erfüllend.

In mir ist so eine Ahnung, dass es für mich sehr nach Aussen geht. Nachdem ich mich 2009 sehr zurückgezogen habe, zieht es mich nun wieder in die Welt hinaus. Spirituell und künstlerisch habe ich 2009 sehr viel innere Arbeit geleistet, die sich nun 2010 im Aussen manifestieren kann. Warten wir mal ab, was dabei rauskommt.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein fantastisches 2010.



Wer ist es gewesen?

Der Schriftzug “ARBEIT MACHT FREI”, welcher in schmiedeeisernen Lettern über dem KZ Ausschwitz hing, wurde gestohlen. Wer ist es nun gewesen? Die Neonazis? Da lese ich auf DLF, die nicht, die haben Weihnachtsferien oder so. Jugendliche Unholde die unbewusst ein Statement (wer weiß für was) setzen wollen? Keine Ahnung. Mein erster Gedanke war: Es war eine Tat der Jobcenter! Es geht auf die Agenda 2020! Da werden neue – eventuell  auch alte wirkungsvolle – Parolen gebraucht.


Die Kampagne: Konsum – Nein danke! geht weiter

No Konsum

Wir werden mehr und mehr. Gestern fanden wir diesen überflüssig gewordenen Einkaufswagen im Schützenpark, und waren stolz auf einen weiteren Mitstreiter. Allerdings möchten wir unsere Mitkämpfer bitten, bei Aktionen den Umweltschutz im Auge zu behalten. Also unnütz gewordene Einkaufswagen nicht in Gewässern oder Bäumen zu deponieren, sondern zu sammeln und vielleicht auf einer viel befahrenen Kreuzung abzustellen. Das würde auch gleich den Autoverkehr ein wenig stoppen. Natürlich alle Aktionen nur in dem Rahmen, in dem sie Leib und Leben keines Lebewesens bedrohen.


Weihnachtslieder der etwas anderen Art

morgens um vier

Auch Konsumverweigernde Anarchisten wie Viktor und ich, sind nicht gegen die Rührung dieser Zeit der Besinnlichkeit gefeit. Da uns ja bewusst ist, dass es auch anderen so geht, denen beim klassischen Schalmeien von “Süßer die Glocken nie klingen” übel wird, hier einige alternative Empfehlungen. Zum einen Andreas Rebers, der uns in der letzten Folge von Neues aus der Anstalt, mit diesem schönen Liadl direkt ins Herz traf:

Weihnachtslied – Andreas Rebers

Wem das gefällt, dürfte auch das Herz höher schlagen, bei den Weihnachtsalbum vom Wortfront mit dem wundervollen Titel, “PENETRANT BESINNLICH“. Ich hoffe damit geholfen zu haben, den Weg zwischen Political Correctness und Besinnlichkeit zu finden.


Kampagne: Konsum Nein Danke

Konsumkritik

Pünktlich 5 Tage vor den Konsumheiligen (oft auch Weihnachten genannt) hat die Kampagne: Konsum? Nein Danke! offiziell begonnen. Allen Ortens sieht mensch Einkaufswagen in den Bäumen hängen, als deutliches Zeichen:

Nein, wir nicht mehr! Wir steigen aus, aus dem Wirtschaftswachstumswunderland, aus dem Kauf-was-du-nicht-brauchst-Wahn.

Wir sagen: Ein guter Ansatz! Und vielleicht auch ein guter Vorsatz fürs neue Jahr! Wieder das Gehirn einschalten vor dem Kaufen. Wieder die nötigen Fragen stellen:

Was brauche ich wirklich?

Wer musste für die Produktion der Ware gesundheitliche Schäden in Kauf nehmen?

Ist es die Sache wert, etwas zu besitzen für das ein Mensch oder die Umwelt leiden musste?

Welche Alternativen gibt es, zu den konventionell gefertigten Produkten?

Versuchen Sie es, und sie werden merken, wie glücklich sie sind. Denn wie heißt es so schön?

Nicht wer wenig hat, sondern wer viel wünscht, ist arm.

Lucius Annaeus Seneca


Dankgebet der Gewerbetreibenden

Dankgebet der Gewerbetreibenden


Ein eigenes Zimmer…

“Um Romane zu schreiben, braucht eine Frau ein eigenes Zimmer und Geld” schrieb Virgina Woolf 1928 in ihrem Essay Frauen und Literatur. Im Moment höre ich es als Hörbuch, wunderbar gelesen von Erika Pluhar, und bin begeistert und bedrückt. Begeistert von Mrs. Woolfs wundervoller, bildhafter Sprache und bedrückt das dieses Essay, selbst nach 87 Jahren noch so eine Aktualität hat. Sicher sind uns nicht mehr die Universitäten und ihre -Bibliotheken verschlossen, jedenfalls in der westlichen Welt. Da Frauen hier in einer relativen Freiheit leben vergessen wir immer, das global gesehen, sich nicht wirklich viel an der Stellung der Frau geändert hat. Noch immer gibt es Zwangsverheiratung, Witwenverbrennung, Zwangsprostitution und Gesetze die die Frau zum Eigentum des Mannes erklären. In unserer “aufgeklärten” westlichen Welt gibt es vielleicht keine Beschneidungen, unsere Verstümmelung sind eher durch High Heels, Push up BHs, und hautengen Hosen, Bulimie selbst verursacht,   so wie auf den Anspruch perfekte Mutter, Geliebte und Haus- und Karrierefrau zu sein.

Eng am Arsch

Aber auch heute gilt es noch immer, wenn eine Frau schreiben, malen oder sonst wie Kunst machen möchte, braucht sie ein eigenes Zimmer, und am Besten noch Geld.

Ich bin sehr dankbar das ich es wenigstens zu einem eigenen Raum, der wirklich nur mir gehört, gebracht habe.