Veröffentlicht am
30. November 2009 in
Allgemein.
Heute bin ich in einer sehr komischen Stimmung. Keine Ahnung wie ich mich wirklich fühle. Es dümpelt so vieles in mir herum. Merkwürdige Gefühle! Liegt es daran, dass ich heute seit 28 Jahren Mutter bin? Kann sein! Kann aber auch daran liegen, dass ich für die neue Geschichte nicht den richtigen Ton treffe. Oder das ich mich von einer angeblichen Freundin enttäuscht fühle. Kann auch einfach sein, dass es der simple Novemberblues ist. Auf alle Fälle merkwürdig.
Denke es ist ein guter Tag es ruhig angehen zu lassen. Also nach dem Sport. Gleich geht es erst einmal Nordic Walken, vielleicht sieht die Welt danach auch schon wieder anders aus.
Ich bin immer wieder erstaunt was so einige Leute wegschmeissen. Mein lieber Mann brauchte heute ein wundervolle Massivholzregal mit nach Hause. Das musste natürlich in die Wohnlandschaft eingefügt werden. Was wiederum zur Folge hatte, dass ich gleich die ganze Bude aufgeräumt und geputzt habe. Wenn ich mich so umsehe in meinem Arbeitszimmer stelle ich fest, das es keinerlei gekaufte Möbel enthält. Alles ist geerbt oder vom Sperrmüll. Ich finde es saugemütlich.
Diese Wegwerfkultur finde ich wirklich furchtbar. Die Ressourcen auf unserem Planeten werden knapper und knapper. Jede Herstellung von etwas Neuem verbraucht weitere Rohstoffe. In Anbetracht dessen ist es für mich wirklich nicht nachvollziehbar, dass wir uns verhalten, als wenn es kein Ende gibt. Als wenn Klimakatastrophe, Wasser- und Erdölknappheit abstrakte Begriffe sind. Da wird immer schön neu gekauft, nur um einer Mode nach zu laufen, oder um zu zeigen, das man es kann. Sehr bedauerlich. Und ärgerlich!
Veröffentlicht am
17. November 2009 in
Allgemein.
Es ist doch merkwürdig für was einen die eigenen Freunde so alles verantwortlich machen. Heute traf ich unabhängig von einander zwei Freundinnen. Beide begrüßten mich mit einem leicht mokanten Lächeln und der Bemerkung: “Warst du das?”
Auf meine Nachfrage was ich gewesen sein sollte, wurde mir berichtet das in Pinneberg eine Bank gewackelt hat. Also nicht im übertragenen Sinne, sondern wirklich, und das die Damen dieses Ereignis als Nachwirkung meiner kürzlichen Reise in die Vergangenheit sehen. Wie kommen die bloss auf so was?
Meine Theorie über das Phänomen geht eher in diese Richtung: Die Banken sind in der Krise, dass erzählt mensch uns jedenfalls, wer weiß ob es stimmt. Pinneberg ist eine ziemliche Katastrophe, so als Stadt. Da ist es nur natürlich das sich das “Wackeln” der Banken dort als übersinnliches Phänomen manifestiert. Denke ich jedenfalls…. Oder habe ich doch merkwürdige Gedanken in die Richtung gehabt? Kann doch nicht sein, oder?
Veröffentlicht am
15. November 2009 in
Allgemein.
..ich jedenfalls nicht. Völlig ahnungslos öffne ich mein Postfach und finde eine Mail meiner Freundin und früheren Coautorin für einen Ernährungsblog. Ich hatte vor einem Jahr erst einmal eine Pause eingelegt und sie hatte weiter geschrieben. Nun teilte sie mir mit, dass sie Unterstützung gebrauchen könnte. Nun ja, und plötzlich merkte ich wie es mir in den Fingern juckte. Also nicht lange gezögert, und ihr geschrieben, dass ich gerne wieder mitschreibe. Bis dahin hatte ich noch gar nicht bemerkt wie sehr mir das regelmäßige Schreiben, besonders zu einem Thema das mir so am Herzen liegt, gefehlt hat.

Aufwärts
Nun habe ich also wieder einen Job. Zwar nur einen klitzkleinen, aber immerhin. Es geht aufwärts.
Veröffentlicht am
14. November 2009 in
Bücher.
Seit ich Mitgliederin der Stadtbib nähere ich mich auch Büchern, die ich mir früher aus Kostengründen versagt hätte, und auch nicht so ohne weiteres in den Schränken meiner Freunde finde. Die Bücher von Haruki Murakami gehören in diese Kategorie. Also habe ich mir Kafka am Strand ausgeliehen und bin begeistert. Es ist brillant wie Murakami seine sehr skurillen Figuren in den surrealistischen Welten seiner Vorstellungskraft agieren lässt. Ich denke das ist nicht das letzte was ich von diesem Autor gelesen habe. Humor, philosophische Tiefe und ein vielschichtiges Universum in dem das Schicksal, die Vorbestimmung und der Zufall sich an den üblichen Themen: Wer bin ich? Liebe, Tod und Ewigkeit austoben.
Veröffentlicht am
8. November 2009 in
Allgemein.

Gedanken frei und weit treiben lassen,
eintauchen, erneuern, gebären,
Salz schmecken, Wind tanzen. Frei fliegen.
Ich habe ein sehr gespanntes Verhältnis zu meiner Geburtsstadt Pinneberg. Ein Ort an dem ich nicht sehr glücklich war. Ich denke auch das es Orte gibt die einfach nicht gut für gewisse Menschen sind. Lange Zeit habe ich mich deshalb auch von dieser kleinen (bigotten, scheusslichen), von architektonischen Abartigkeiten und vor Spießigkeit strotzenden Stadt ferngehalten. Doch nun, nicht zu letzt durch ein Schreibprojekt angeregt, habe ich mich aufgemacht um mich alten Ängsten zu stellen. Und was musste ich feststellen? Es war gar nichts Bedrohliches mehr da für mich. Im Gegenteil, die einzige Trauer die ich spürte, war, dass es so ein hässlicher Ort ist der mir sehr sterbend vorkam.
Zwar regen sich immer so ein paar hoffnungsvolle Ansätze, die dann aber sofort wieder blockiert werden. Was mich am meistens gewundert hat war, dass es bald noch jedes Geschenkartikel Geschäft gab. Alle Läden mit Kitsch und Gedöns was kein ein braucht, präsentierten sich in alter “Pracht”. Sehr merkwürdig.

Es war mir sogar möglich das Schöne wahrzunehmen. Wie hier diese Stelle der Pinnau und die Drostei. Eines der Gebäude die relativ schön restauriert sind.

Tja, aber auf der persönlichen Ebene? Keine Ressentiments mehr! Es war ein wenig, als wenn mensch los zieht um einen Drachen zu erschlagen. Ein gewaltiges, gefährliches Tier mit scharfen Klauen und dann feststellt, dass er aus Pappmaché ist. Sehr positiv für mich persönlich, allerdings nicht so sehr für meine Geschichte. Da muss ich jetzt sehen das ich altem Groll in mir nachspüre, mich erinnere ohne ihn wieder zu meinem zu machen.