Konflikte sind zu lösen ohne dem Gegner nach dem Leben zu trachten…
Alexander Mitscherlich
Monats-Archiv für Mai 2009
Nach dem Lauf gegen die Kälte, mit dem Heinz Ratz auf Soziale Kälte und Obdachlosigkeit aufmerksam gemacht hat, nun die Lee(h)re der Flüsse. Diesmal möchte der Herr Ratz auf die Notwendigkeit des sorgsamen Umgangs mit unseren Ressourcen aufmerksam machen.
Ich finde es bemerkenswert. Heinz wird die Deutschen Flüsse vom Bodensee bis Kiel hinauf schwimmen. Nach jeder Etappe gibt es ein Konzert mit prominenten Gästen. Strom & Wasser wird bald jedesmal in voller Besetzung spielen. Die Konzerte sind Eintrittsfrei und aber Spenden sind erwünscht. Der Erlös geht nach Abzug der Kosten an Umweltschutzprojekte. Partner der Aktion ist der BUND.
In welchen Städten Strom & Wasser wann spielt, könnt ihr auf der Webseite zum Projekt lesen. Dort schreibt Heinz auch einen Blog.
Lieber Heinz ich wünsche dir viel Erfolg. Eine tolle Erfahrung, viel Spass bei den Auftritten und sehr viel mehr Unterstützung seitens der Städte und Gemeinden, als diese beim Lauf gegen die Kälte für nötig gehalten haben.

(Foto: Ausschnitt eines Fotos aus der SZ, Jensen Uni Tübingen)
Im Lonetal, auf der schwäbischen Alb, wurde die wahrscheinlich älteste Frauendarstellung gefunden. Die kleine Figur ist ca. 35000 Jahre alt und aus Elfenbein. Sie ist wunderschön finde ich. Was weniger schön ist, sind die, vorzugsweise männlichen, Einschätzungen ihrer Bedeutung. Das geht über Fruchtbarkeitssymbol bis zu Wichsvorlage. Da kann frau schon übel werden. Wäre wirklich schön, wenn die Jungs in der Wissenschaft mal den Trieb aus dem Blick kriegten und begännen zu erkennen, dass Frauen durchaus andere gesellschaftliche Aufgaben hatten und haben als die Reproduktion. Auf die Reduktion zur Gebärmaschine, kurz über dem Haustier angesiedelt in der Rangfolge, kam es erst mit der Christianisierung.
Wenn ich mir die Figur so ansehe denke ich, dass die Männer in der Eiszeit vielleicht in der Beziehung weiter waren, als ihre Geschlechtsgenossen heute.
| Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. – Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist. |
| Douglas Adams |
“Deine Theorie ist nur so gut wie deine Praxis, und dein Körper so gut wie die Nahrung die du ihm gibst”
(Marge Piercy “Frau am Abgrund der Zeit”)
Am nächsten 1. Mai wollen einige FreundInnen und ich mit diesem Slogan auf die 1. Mai Demo. Seit Jahren geht es uns gegen den Strich, dass die immer gleichen Parolen auf diesen Kundgebungen gepredigt werden. Keine Erkenntnis das das gesamte System stinkt. Vollbeschäftigung wird es einfach nicht mehr für alle geben, und ist auch so unnötig wie ein Kropf. Schließlich geht es nicht darum wie viele Menschen 8 – 10 Stunden am Tag arbeiten, sondern was mit der Arbeit erwirtschaftet wird. Es geht also nicht darum “Mehr zu arbeiten, um mehr zu konsumieren, um so mehr Arbeitsplätze zu schaffen”, sondern um eine effektivere Kapitalverteilung. Ein bedingungsloses Existenzgeld wäre sicher der richtige Ansatz. Der Mensch definiert schließlich nicht seinen Wert durch seine Lohnarbeit.


…oder Zorro war da…