Archiv der Kategorie 'Schreiben'

Outdoor Arbeitstreffen

In den letzten Tagen habe ich mir so einige Gedanken über Arbeitsbedingungen gemacht. Seit ich freiberuflich bin arbeite ich teils mehr als früher, allerdings nicht in festen Zeiten, und vor allem nicht immer unter Leistungshochdruck.

Da meine Hauptbeschäftigung das Schreiben ist, was sehr oft alleine im stillen Kämmerlein stattfindet, versuche ich die Arbeiten die nicht unbedingt am Schreibtisch stattfinden müssen nach draussen zu verlagern. Meine geehrte Kollegin, die Weise Wang und ich halten seit fast 2 Jahren regelmäßige Arbeitstreffen ab. Sicher arbeiten wir jede für sich an eigenen Projekten, aber gerade das macht es wichtig sich auszutauschen. Oft verlegen wir unsere Treffen nach draussen. Was sich anbietet da wir so auch gleich die Hunde bewegen können, und unsere vom am Laptop sitzen versteiften Körper auch.

copyright Viktor Braun

Jetzt bei der Wärme fanden unsere Treffen sogar des Nachts auf der Moorteichwiese statt. Obiges Foto ist dort entstanden.  Es wirkt, und ist es auch, alles recht entspannt, aber es ist auch sehr effektiv und intensiv. Interessanter Weise bin ich nach diesen Treffen gerade zu belebt, und besonders motiviert. Was sicher mit dem interessanten Austausch zu tun hat – Die Dame ist ja nicht umsonst als “Weise Wang” bekannt und geschätzt – sondern auch damit, dass diese Konferenzen in einer entspannten Atmosphäre und abseits der üblichen Schreibwerkstatt (Danke Hanns-Josef Ortheil für diesen tollen Begriff) statt. Das regt an und gibt neue Energie.

Ich frage mich nur warum in Zeiten, in denen mehr und mehr Menschen mit der Diagnose Burn Out aus dem Berufsleben ausscheiden, dieses Konzept nicht auf andere Berufe übertragen wird.


Begriffe des Monats

…die meisten sind Schöpfungen aus dem Hause Braun & Braun oft unter unschätzbarer Mithilfe der Weisen Wang entstanden.

Logiklegasthenie

Interlektuelles Tourette Syndrom

Oldtimer Test

Schön nicht?


Insomnia

Zur Zeit bin ich reichlich gebeutelt. Ich kann nicht einschlafen. Sonst macht mir Schlaflosigkeit nichts aus. Denn stehe ich eben auf, arbeite etwas oder lese. Aber diesmal bin ich körperlich und geistig müde und finde keine Ruhe. Dazu kommen Panikattacken und Hitzewallungen. Das macht mir ganz schön zu schaffen.

Ich schreibe im Moment an der Matriachatsgeschichte, und habe sie umgestellt. Teils bin ich wie besessen. Versinke total in die Thematik, und dann wieder habe ich Tage, an denen ich am Liebsten nie wieder ein Wort schreiben würde. Natürlich weiß ich auch genau das das Schreiben mich daran hindert durch zu drehen, mich zu besaufen, oder mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen, und das ich es gar nicht lassen könnte.

Das mit der Schlaflosigkeit geht mir wirklich auf die Eierstöcke. Das kenne ich sonst ja gar nicht. Selbst in meinen schlimmsten depressiven Phasen konnte ich schlafen. Oft habe ich sogar nur geschlafen. Aber das jetzt? In Verbindung mit Panikattacken in denen sich die schlimmsten Horrorszenarien auftun, nicht schlafen zu können ist die Hölle. Ich muss da dringend ein Mittel finden.


Schweigsam aber ok

copyright Karin Braun

Im Moment schreibe ich hier nicht viel. Eigentlich nirgends. Also im Netz. Ansonsten schreibe ich schon. Komme sogar recht gut voran. Es macht mir sehr viel Spass mir die neue Geschichte zu erzählen und sie auf zuschreiben.

Einen schönen freien Tag haben wir uns noch gegönnt. Freitag waren wir an der Eckernförder Bucht. Herrlicher Spaziergang auf der Steilküste und dann Picknick am Strand. Bin viel im Wasser gewesen und habe mir einen leichten Sonnenbrand geholt. War nicht schlimm, und der Tag war so wundervoll, dass ich immer noch mit einem leicht blöden, aber glücklichen Lächeln durch die Gegend renne.

Danke noch mal, Birgit, für das Haferkekse Rezept. Die waren ein echtes Highlight.


Time of ones own

Ein eigenes Zimmer habe ich ja. Da kann ich nicht meckern. Allerdings brauche ich jetzt noch mehr Zeit für mich. Die letzten Wochen waren die Tage so auseinander gerissen, dass ich kaum richtig Zeit fand durchgehend zu arbeiten. Dazu noch die Wechseljahr und Verluste im Freundinnensektor, dass nervt ganz schön.

Aber das soll jetzt wieder anders werden. Habe ich mir wie so oft vorgenommen. Wie so oft……

So, jetzt frühstücken und dann Zeit so einteilen (wie blödsinnig das zu müssen) das ich 3 Stunden am Stück Schreiben kann, sonst wird das Teil nie fertig.


Samstag

..und ich weiß schon wieder nicht, wo die Woche geblieben ist. Irgendwie war so viel los, und dann auch wieder doch nicht. Nur die Zeit verging so schnell.

Heute Nachmittag kommt die Weise Wang zum Schreiben. Heute Abend ist Vernissage von Birgit Münster und Bert Küpper in der Preußerstr. 8. So mit Musik. Freue ich mich schon drauf.

Dann ist bald schon wieder morgen…. Bin im Moment so faul. Die To Do Liste wird immer länger und ich immer fauler. Statt mich mal um das Nötigste zu Kümmern, höre ich Hörbücher, lese Bücher und gucke die Wand an. Na ja, zwischendrin schreibe ich, allerdings nicht so viel wie ich sollte.


Zettel und Hinweise

Sonntag fand ich vor einem Altenheim ein Stück Pappe von einem Einmalhandschuh Karton, auf dem in der Schrift eines offentsichtlich älteren Menschen stand,

“Wir sind hier eingesperrt, brauchen Hilfe von der Polizei”

Kein weiterer Hinweis. Das hat mich sehr beschäftigt. Aber ich scheute mich die Polizei zu informieren, da kein Hinweis auf den/die SchreiberIn vorhanden war. Aber es geht mir nicht aus dem Kopf. Ich nehme mal nicht an, dass dort jemand widerrechtlich festgehalten wird,  aber trotzdem zeigt dieser kleine Pappabschnitt, dass sich dort jemand so fühlt. Das macht schon traurig.

Gleichzeitig habe ich mich ein wenig schuldig gefühlt, weil ich dem nicht weiter nachgegangen bin, sondern weil mein SchreiberInnen-Gehirn sich sofort dran machte es zu einer Geschichte zu verarbeiten. Manchmal glaube ich doch einer parasitären Lebensform anzugehören.


Der traditionelle Sonntagspaziergang

…ist eine so schöne, alte Tradition die leider zu wenig gepflegt wird. Bei Fotografens ist das anders. Bei Fotografens mit Hund erst recht. So haben wir heute eine schöne Runde durchs Meimersdorfer Moor gemacht.

copyright Karin Braun

Das war wunderschön. Wir hatten Begleitung von meiner Freundin der Weisen Wang und ihrem Lupus. Herrlich wie alles am Grünen und Blühen ist. Dazu ein traumhafter Himmel und interessante Gespräche, was will mensch mehr? Nun ja, ein kleines Refreshment darf es nach so einer Runde schon sein.

copyright Karin Braun

Da kamen dann der frisch gebrühte Kaffee und die selbstgebackenen Currybrötchen unter Buddhas mildem Blick gerade recht. Das gab dann genug Stärkung für den Heimweg. Wir mussten ja noch vom Viehburger Gehölz heim in die Tannskaya. Jetzt sitze ich hier und freue mich noch immer an diesem herrlichen Tag. Gleich muss ich noch ein wenig arbeiten. Habe mir jetzt ein Gerüst gebaut wie ich an dem Buch arbeiten kann, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren. Das war diesmal so meine größte Angst, die Geschichte fordert mich so, dass ich darin zu versinken drohe. Da ich das sehr gut von früheren Arbeiten kenne ist es wichtig mir ein Sicherheitsnetz zu spannen. Dazu gehören regelmäßige Aufenthalte an der frischen Luft und Kontakte zu Freunden.


Schwentine

Gestern haben wir einmal mehr, dass angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Ich bin ja immer noch am Sammeln für meine Geschichte und habe mich daher auf Recherche Tour an die Schwentine gemacht.

copyright Karin Braun

Obwohl super viel los war, war es einfach wunderschön. Wu Dao, Viktor und ich sind mit Lupus und Suka durch den Tierpark. Das war schon eine Strafe für die Vierbeiner, die sich gar nicht einkriegten vor soviel Beute.

copyright Karin Braun

copyright Karin Braun

Jedenfalls waren gestern Erholung und Arbeit gut mit einander vermischt. Nach dem Winter geniesse ich es einfach draussen zu sein. Das Grün, die Sonne. Einfach schön. Na ja, und mit den frischen Eindrücken und den Notizen kann ich heute intensiv zu schreiben anfangen. Für meine Lohnarbeit habe ich bereits vorgeschrieben, so das ich 4 Wochen nur für das Buch habe. So viel Zeit am Stück ist wirklich ein Geschenk. Viktor hat noch 2 Tage anderes zu tun, aber dann wird er mir hier die Alltäglichen Dinge vom Hals halten und ich kann voll durchstarten.

Vielleicht gönne ich mir nächste Woche noch einen Wandertag an der Schwentine. Mal sehen.

Übrigens hat uns noch ein Highlight nach der Wanderung zu Hause erwartet. Pellkartoffeln, von neuen Kartoffeln mit Schlick.


Kurzmitteilung

Ich bin noch da, es geht mir gut. Bin nur im Moment arg am Schreiben. Allerdings hat es noch gereicht einen neuen BLOG aufzumachen. Inspiriert von einigen tollen Kochblogs dachte ich: Hmm, die Welt ist reif für die Rezepte aus dem Café Absurd. So nennen Gäste unsere Behausung, wenn sie hier gefüttert werden. Noch ist nicht viel drauf, aber so nach und nach wird er sich füllen.

Also wer mag, guck doch mal vorbei im Café Absurd.